Ist Apfelschorle das beste Sport-Getränk?

These:
Lecker, nahrhaft und erfrischend – so kommt die Apfelschorle nach dem Sport daher und wird als bestes Sportgetränk empfohlen. Oder die Industrie rät uns alternativ zu isotonischen Getränken, die den Körper die fehlenden Mineralien zurückgeben und den Flüssigkeitshaushalt regulieren sollen. Wasser reicht schon mal gar nicht und Bier ist völlig ungesund! Stimmt das eigentlich?

Wahrheit:
Apfelschorlen sind doch nicht so empfehlenswert. Denn je nach Konzentration enthalten sie viel zu viel Zucker, den der Körper gar nicht nach dem Sport braucht. Nur auf den Rippen schlägt er sich nieder. Denn Kohlenhydrate in Form von Zucker besitzt der Körper meist (auch nach dem Sport) genug. Wenigstens für mehr als zwei Stunden Sport reichen die Kohlenhydrate des Körpers aus, so dass der Organismus diesen Zucker nicht benötigt. Außerdem verlangsamt der Zucker den Transport von Flüssigkeiten aus dem Bauch in den Darm wo sie eigentlich benötigt werden. Vor allem Vorsicht ist geboten bei minderwertigen Fruchtsäften, die noch mehr Zucker, einen geringen Saftanteil und ganz viele Aromastoffe enthalten. Je nach Zusammensetzung enthält eine Flasche 0,7 Liter Apfelschorle 15 bis 20 Zuckerstücke, was für ein Glas des erfrischendes Saftes vier Stücke Zucker ergibt. Und das gilt so besonders für die „fertiggemixten“ Drinks. Die Fruchtsäure der Apfelschorle ist für einen Sportlermagen schlecht, da sie die Magenwand angreift und zu Durchfall und Magenschmerzen führen kann.

Isotonische Getränke (isotonisch heißt, dass das Getränk und die Körperflüssigkeit identische Konzentrationen an „Stoffen“ aufweisen) werden besonders während des Sporttreibens als Zufuhr von verbrauchten Mineralien, wie zum Beispiel Salz/ Natrium, empfohlen. Theoretisch stimmt das, jedoch konnte es bisher nicht bewiesen werden, dass der Transport von Mineralien in die Zelle, wo sie gebraucht werden, auch wirklich gut gelingt. Bisher bleibt es eine sehr gute Marketingstrategie. 

Hypertone Getränke haben eine höhere Teilchenkonzentration als das Blutplasma. Diese Getränke, wie Fruchtsäfte und Soft-Drinks (Cola, Fanta) sind für den schnellen Ersatz von Flüssigkeit während des Sporttreibens nicht geeignet, da dem Körper kurzfristig sogar Wasser entzogen wird, um das Getränk auf die identische Teilchenkonzentration wie das Blut zu bringen. Sie verbleiben viel zu lange im Magen. Und meist benötigt der Sportler, außer wenn es wirklich sehr heiß ist, diese Stoffe gar nicht.

Viel, viel besser und vor allem preiswerter ist Wasser, es gehört ebenso zu den hypertonen Getränken und hat eine niedrigere Teilchenkonzentration als Blutplasma. Das braucht der Organismus ständig, da mit ihnen die wichtigsten Transportvorgänge im Körper erledigt werden. Wichtig: Bitte immer ohne Kohlensäure. Denn die Kohlensäure legt sich wie kleine Perlen unter das Zwerchfell (man fühlt sich an „wie aufgeblasen“) und behindert somit die tiefe Ein- und Ausatmung. Sportler brauchen also Wasser ohne Kohlensäure und am besten nicht eiskalt, damit der Magen und Darm nicht „gereizt“ werden. 

Fazit:
In der Menge der Sportgetränke die alle als „die Lösung“ schlechthin angepriesen werden, den Überblick zu behalten ist nicht einfach. Im Prinzip reicht für den Sportler aber natürliches (Mineral-)Wasser aus. Lediglich bei Sportarten wie beispielweise Triathlon bei den Belastungen von drei bis fünf Stunden und mehr stattfinden sollte man auf angereicherte Sportgetränke zurückgreifen um dem Körper die benötigten Zusatzstoffe zuzuführen. 

Positiv ist durchaus das „Bierchen nach dem Sport“. Besonders alkoholfreies Bier enthält viel Vitamin B6 was der blutbildende Anteil im Körper ist. Wichtig ist aber, da Bier den Körper entwässert, immer ein Glas Wasser dazu zu trinken.









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