Ein Sixpack kommt nur durch hartes Bauchmuskeltraining?
Irrtum:
Wer einen knackigen Sixpack will, der muss seine Bauchmuskeln hart trainieren. Langsam aber sicher erscheinen dann die gewünschten Muskeln. Das Fett verschwindet und ein formschönes Relief kommt zum Vorschein.
Ein muskulöser Körper, gekennzeichnet durch einen Waschbrettbauch, wird zunehmend zum Statussymbol vieler Menschen. Stars, Promis oder Bodybuilder stellen sich mit einem durchtrainierten Körper zur Schau. Bei ihnen ist der gerade Bauchmuskel (Musculus rectus abdominis) ganz besonders ausgeprägt. Er wird von drei Sehnen unterteil, wodurch der so genannte „Sixpack“ sichtbar wird. Der Sixpack ist für seine attraktive und ästhetische Wirkung bekannt.
Wahrheit:
Ein Sixpack am Bauch kann nicht allein durch ein Muskeltraining erreicht werden. Dies liegt daran, dass die Muskulatur kaum oder gar nicht auf die Fettspeicher in der Körpermitte zurückgreift.
Diese Fettspeicher wurden vom Körper als Notfallration angelegt und können durch Training alleine nicht „angezapft“ werden. Nur wenn die leichter zugänglichen Fette, die überall im Körper liegen aufgebraucht sind, geht es dem Bauchfett an den Kragen.
Und außerdem ist die Muskulatur ein Selbstversorger, da sie für solche Übungen über ausreichend Energiedepots verfügt. Darüber hinaus wird die Energieversorgung nach Außen auch dadurch eingeschränkt, dass durch die Muskelkontraktionen die Durchblutung und somit auch die Sauerstoffversorgung gemindert werden. Dies merken wir unter anderem an dem zunehmenden "Brennen" in der Muskulatur. Die Muskeln können nicht auf die dort liegende fette zurückgreifen, da die „Kanäle“ (Blutgefäße) verschlossen sind.
Und letztlich ist der Energieverbrauch bei derartigen Übungen mit weniger als 0,5 Gramm Fettanteil bilanztechnisch eher zu vernachlässigen. Dennoch müssen gerade Typen mit einer Apfelform (gekennzeichnet durch viel Fett am Bauch und Körpermitte – meist bei Männern) dieses Fett unbedingt reduzieren, da es viele negative Konsequenzen auf sämtliche Stoffwechselvorgänge mit sich bringen kann. Denn Fett am Bauch ist „hormonaktiv“
Die kritische Grenze für zu viel Fett am Bauch liegt bei Männern > 102 cm und bei Frauen > 88 cm Bauchumfang. Das ist viel aussagekräftiger als der BMI (Body Mass Index), der gerade dieses stoffwechselaktive Fett nicht berücksichtigt. Messen Sie also mal Ihren Bauchumfang.
Um sich also einen Sixpack an zu trainieren, bedarf es einem speziellen Training der Bauchmuskelpartien kombiniert mit einem regelmäßigen Ausdauertraining. Aber auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung darf nicht unterschätzt werden. So sollte insgesamt die allgemeine Nahrungsmenge – insbesondere die Kohlenhydratzufuhr - reduziert werden.
Fazit:
Wenn man beim Training das Ziel eines Sixpacks verfolgt, ist es wichtig, das Training homogen zu gestalten. Es sollte langsam gesteigert werden und auch die Ernährungsumstellung sollte nicht von einem auf den anderen Tag erfolgen. Denn nur dann kann dem berühmt-berüchtigten Jo-Jo-Effekt entgegen gewirkt werden.
Darüber hinaus muss jedem bewusst sein, dass sich ein Sixpack nicht in wenigen Tagen antrainieren lässt. Es handelt sich um einen Prozess, der viel Zeit, Geduld und Disziplin abverlangt.

















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