Rheinzeit Alaaf! vom 19. Januar 2009

Große Kölner Karnevalsgesellschaft von 1882 e.V.

Heute zu Gast bei Michael Schwan „Die Große Kölner Karnevalsgesellschaft von 1882“. Die KG wird vertreten von Dr. Joachim Wüst, seines Zeichens Programmgestalter, Stefan Benscheid (Präsident) und Angela Kanya-Stausberg ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Große Kölner begründet sich aus einer langen karnevalistischer Tradition.  Diese Frackgesellschaft hat eine lebhafte Vergangenheit im Kölner Karneval. Sie wurde 1882 gegründet und ist seitdem eine untypische Gesellschaft. Denn die meisten anderen Gesellschaften im Karneval sind miltäristisch angelegt. Aber die KG hat keine Dienstgrade oder ähnliches, lediglich an den verschieden gestalteten Mützen kann man erkennen, wer welche Aufgabe in der Gesellschaft bekleidet. Frauen spielen seit längerem ebenso eine Rolle , was auch nur bei wenigen Gesellschaften zu trifft.

Linktipp:
www.grossekoelner.de

Kölsche Funken rut-wieß vun 1823 e. V.

Desweiteren beehrten uns heute die Kölschen Funken rut-wieß vun 1823 e. V.  Die Roten Funken Köln sind das älteste Traditionscorps im Kölner Karneval. Mit ihrem Namen und ihrer Ausstattung verfolgen sie die Tradition einer Kölner Stadtwehr, welche am 6. Oktober 1794 einmarschierenden Franzosen aufgelöst wurde.

Fast Dreißig Jahre später hatte der 26-jährige Jurist und spätere Kölner Regierungspräsident Johann Heinrich Franz Anton von Wittgenstein die Idee zur Aufstellung einer Gruppe von Roten Funken. Sie bildeten die 5. Gruppe im ersten Kölner Rosenmontagszug am 10. Februar 1823. Sie sind besonders bekannt für ihren „Stippeföttchedanz“.

Die Soldaten wurden von den Kölner Bürgern stark vernachlässigt aufgrund der Kölner Mauer fühlten sich die Bürger sicher. Die Karnevalssoldaten machten aus dieser Not eine Tugend und persiflierten und karikierten die in der preußischen Zeit tonangebenden Soldaten durch ihr betont unmilitärisches Gehabe in Kommandosprache und Exerzierformen Das heute gebräuchliche Kommando Das Gewehr über! heißt auf Kölsch: De Knabbüß ... gereuz!. 

Linktipp:
www.rote-funken.de

Fotos: Michael Sturmberg/center.tv Köln






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